Jürgen Wegscheider
Schauspieler

„HUMOR IST, WENN MAN TROTZDEM LACHT“

Eine satirisch – heitere Lesung mit Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider

Nach dem bekannten Zitat von Otto Julius Bierbaum erörtern die beiden Schauspieler Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider in ihrer heiteren szenischen Lesung auf humoristische Art und Weise die alltäglichen Schwächen und Stärken sowie die Gegensätze des Menschen. Dabei ergeben sich skurrile Situationen und Geschichten und Gedichte, in denen sich das Publikum durchaus wiedererkennen wird. Freuen Sie sich auf Texte bekannter Autoren wie Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern…..


Pressestimme vom 12.10.2020 - Schrobenhausener Zeitung/Donaukurier/Herr Dürrmann

Feinsinnige Verse mit skurrilen Pointen 

Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider boten ihren Gästen einen schönen Abend in einer düsteren Zeit Schrobenhausen - Dieser heitere Abend passte so richtig in diese doch etwas düstere Zeit. Die gebürtige Schrobenhausener Schauspielerin Eleonore Daniel und ihr Kollege Jürgen Wegscheider brachten mit ihrer heiter szenischen Lesung mit dem Titel "Humor ist, wenn man trotzdem lacht" viel Sonne in die Herzen der fast siebzig Besucher im Pfarrsaal Schrobenhausen. Der Leiter der Katholischen öffentlichen Bücherei, Herbert Götz, zeigte sich erfreut über den zahlreichen Besuch. 

Mit dem Gedicht "Der humorvolle Vogel" von Wilhelm Busch (1832 - 1908), zweifelsohne ein Klassiker des Humors, geht es hinein in eine unterhaltsame Stunde von Geschichten, Gedichten, feinsinnigen Versen mit skurrilen Pointen, in schneller Folge serviert von dem bestens aufgelegten Schauspielerduo Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider. 

Obwohl der Vogel sieht, dass ihn der Kater wohl fressen wird, will er schnell noch ein wenig quinquilieren und lustig pfeifen wie zuvor. "Der Vogel, scheint mir, hat Humor" ist Wilhelm Buschs Meinung dazu. Fast dreißig Werke weiterer bekannter Autoren wie Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Eugen Roth und andere werden von den Künstlern vorgelesen. 

Was heißt hier vorgelesen? Nein, sie lesen nicht vor, sondern sie spielen richtig Theater. Und die Darsteller zeigen, was sie sich in ihrer langjährigen Karriere angeeignet haben, denn die hervorragende Mimik und Gestik ist stets bestens angepasst an die vorgetragenen Texte. Auch Utensilien wie Mütze, Fernglas und Ei tragen zur Belustigung der fast siebzig Besucher, überwiegend Damen, im Pfarrsaal Schrobenhausen bei. Eher schaurig-lustig geht es bei Rotkäppchen von Ringelnatz zu. Hier frisst nämlich die Großmutter den Wolf, das arme Rotkäppchen und zum Schluss: "Es ist kaum zu glauben, hat das alte gefräßige Weib auch noch den Jäger aufgefressen". 

Großartig die schauspielerische Leistung von Eleonore Daniel bei der Geschichte über die Witwe Lehmann der Brüder Grimm, hauptsächlich ausdrucksvoll rezitiert von Jürgen Wegscheider. Daniel imitiert nämlich die Laute von Esel, Hund, Kater und Hahn in so überzeugender Weise, dass sie starken Zwischenapplaus vom aufgeschlossenen Publikum erhält. Und so beschäftigen sich Eleonore Daniel und Jürgen Wegscheider in diesen kurzweiligen sechzig Minuten mit Wesen, ob menschlicher oder tierischer Natur, und daraus ergeben sich sonderbare Situationen, in denen das Auditorium erkennt, dass sich dahinter sehr viel Philosophisches und Weltkluges verbirgt. 

Am Ende gibt es anhaltenden Beifall, was dazu führt, dass die Akteure, siehe da, "zufälligerweise" eine Zugabe aus ihrem literarischen Gepäck hervorzaubern. Die Meinung der sehr zufriedenen Besucher fasst dann Herbert Götz, Leiter der Katholischen öffentlichen Bücherei zusammen: "Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen." Ein wirklich schöner Abend in dieser doch so düsteren Zeit mit der Erkenntnis "Humor ist, wenn man trotzdem lacht".